Welches Material passt zu mir?
Das richtige Kitematerial hängt von fünf Dingen ab: deinem Level, deinem Gewicht, dem Wind an deinem Hausspot, dem Revier (Flachwasser, Kabbelwasser oder Welle) und deinem Fahrstil. Ein Kite, der einem Profi in der Welle Spaß macht, kann dich als Aufsteiger überfordern.
Die gute Nachricht: Moderne Freeride-Kites sind so ausgereift, dass sie fast alles gut können. Für die ersten Jahre brauchst du kein Spezialmaterial.
Kitetypen einfach erklärt
Fast alle Kites am Wasser sind Tubekites: Eine aufblasbare Fronttube und Querstreben (Struts) geben dem Schirm seine Form, und er schwimmt auf dem Wasser. Die wichtigsten Typen:
- Freeride / Allround (meist 3-Strut-Design): viel Depower, einfacher Wasserstart, gutmütig. Die beste Wahl für Einsteiger und die meisten Kiter, zum Beispiel Airush Lithium oder CORE XR.
- Freestyle (C-Kite oder C-Hybrid): direktes Gefühl, viel Pop und Slack für Tricks und ausgehakte Manöver. Für Fortgeschrittene.
- Wave: dreht schnell und bleibt stabil in der Luft stehen, wenn du mit der Welle fährst (Drift). Meist mit wenigen Struts.
- Big Air (meist 5-Strut-Kites): viel Höhe und lange Hangtime für Sprünge. Braucht Erfahrung.
- Leichtwind und Foil (Single Strut): wenige oder nur eine Strut, dadurch leicht und schon bei wenig Wind flugfähig. Ideal fürs Hydrofoilen.
Foilkites (Softkites / Matten) haben keine Tubes, sondern füllen sich im Flug mit Luft. Man sieht sie auch auf dem Wasser, sie sind aber eher etwas zum Foilen oder für Sprünge mit langer Hangtime und Oldschool-Tricks.
Boards: Twintip, Directional und Foil
- Twintip: das Standardboard, in beide Richtungen fahrbar. Einsteiger lernen auf einem etwas größeren Board, weil es früher gleitet und ruhiger läuft.
- Directional / Surfboard: für die Welle, mit oder ohne Fußschlaufen (strapless). Der nächste Schritt, wenn du sicher fährst und die Welle reizt.
- Foilboard (Hydrofoil): das Board schwebt auf einem Unterwasserflügel. Schon bei sehr wenig Wind fahrbar, braucht aber eine eigene Lernphase.
Bei uns findest du Twintips und Boards von VÆRIAL, Airush und CORE. Welches Board zu deinem Gewicht passt, zeigen wir dir gern direkt am Strand.
Welche Kitegröße brauche ich?
Die passende Kitegröße hängt vor allem von drei Dingen ab: deiner Könnensstufe, deinem Gewicht und davon, wo du hauptsächlich kiten willst. Je stärker der Wind und je leichter du bist, desto kleiner der Kite.
- Spots mit viel Wind, zum Beispiel Tarifa: eher kleinere Kites. Bei Poniente oft 9–12 m², bei kräftigem Levante meist 5–9 m².
- Binnenseen mit wenig Wind, zum Beispiel das Steinhuder Meer: eher große Kites, oft 12 m² und mehr, oder ein Foil, um auch bei wenig Wind aufs Wasser zu kommen.
- Dein Level: Einsteiger fahren lieber etwas kleiner und kontrollierter, Fortgeschrittene nutzen die Größe gezielt für Sprünge oder Leichtwind.
Das sind nur Beispiele. Sprich uns an: Wir fragen nach deinem Gewicht, deinem Level und deinem Hausspot und suchen das passende Material für dich raus. Ausprobieren kannst du alle Größen vorher in unserem Verleih.
Bar, Trapez und Neopren
- Bar und Leinen: gehören zum Kite derselben Marke. Wichtig ist ein Quick Release, das du blind auslösen kannst.
- Trapez: Das Hüfttrapez ist Standard. Ein Sitztrapez zieht nicht nach oben und entlastet den Rücken, beliebt bei Einsteigern. Probier beides an.
- Neopren in Tarifa: Das Wasser hat übers Jahr etwa 15–22 °C. Im Sommer reicht oft ein 3/2-mm-Anzug, im Winter ein 4/3 oder 5/4 mm.
- Sicherheit: Helm und Prallschutzweste (Impact Vest) sind auch nach dem Kurs eine gute Idee.
Mein erstes Kitematerial
Eigenes Material lohnt sich, sobald du sicher bist: Kitesurfen ist mein Sport! Meist ist das der Fall, wenn du selbstständig Höhe läufst und sicher zum Startpunkt zurückkommst. Dafür haben wir gutes Second-Hand- und neues Material immer für dich parat. Wir sind Schule und Shop in einem und freuen uns, wenn du uns auch beim Kauf deines Materials vertraust.
- Sprich mit deinem Kitelehrer. Er kennt dein Level, dein Gewicht und deinen Fahrstil und kann dir sagen, welche Größen und welches Board Sinn ergeben.
- Starte mit Freeride-Material: ein gutmütiger Allround-Kite in der Größe, die du am häufigsten brauchst, dazu ein Twintip, das nicht zu klein ist.
- Teste vor dem Kauf: Mit Test & Buy fährst du Kites und Boards von VÆRIAL, Airush und CORE. Kaufst du danach, rechnen wir dir 2 volle Miettage an.
- Neu oder gebraucht: Bei uns findest du beides, gutes Second-Hand-Material und neue Kites und Boards. Gebrauchtes der letzten Jahre ist ein sinnvoller, günstiger Einstieg.
In unserem Shop an der Station, dem Tarifa Surf Club & VÆRIAL Flagship Store, beraten wir dich persönlich. Von zu Hause aus stöberst du im Online-Shop.
